Cafe am See, Weesen, SG

Bauherr

Politische Gemeinde Weesen

 

Architekten

plan b architekten Zürich

 

Projektdaten

Projektwettbewerb 2016

 

2.Platz


Cafe am See Weesen | Beau Rivage 2.Platz

 

Das zu bebauende Grundstück liegt im östlichen Ausläufer der Kernzone von Weesen. Um die Körnung der bestehenden, dem historischen Ortskern vorgelagerten Häuserzeile zu respektieren werden zwei Gebäudevolumen vorgeschlagen. Dieses Ensemble markiert neu die östliche Zugangsituation zum historischen Städtli. Durch die Gebäudestellung entsteht strassenseitig ein kleiner Platz, welcher den öffentlichen Charakter der Erdgeschossnutzung akzentuiert und Distanz zum steinernen „Schlössli“ auf der anderen Strassenseite schafft. Zudem orientieren sich die Bauten auf der leicht erhöhten Parzellenlage klar zum See und zum grandiosen Alpenpanorama. Die Architektur soll sich durch die Neuinterpretation von traditionellen Elementen in den bestehenden Kontext Integrieren. Als elegante „Seevillen“ sollen sie die Tradition von Weesen fortschreiben. Über einem massiven Sockel, aus welchem sich zur Seepromenade die Tribüne entwickelt, erhebt sich eine fein strukturierte Schindelfassade. Hochformatige Fenster mit Einfassungen rhythmisieren sowohl die Fassadenflächen als auch das Mansardendach. Nach Süden vermitteln die teilweise breiteren Fenster zur grosszügig verglasten Seefront mit ihrer klassisch inspirierten Loggiaschicht. Über den neuen, strassenseitigen Platz sind sämtliche Eingänge erreichbar, zentral im Zwischenbau der Zugang zum Café / Shop, peripher jene zu den Wohnungen. Hier befinden sich auch die Kurzzeit- und Velo-Parkplätze fÜr Shop und Café. Einheimische Heckenkörper und zwei Solitärbäume gliedern den Platz und unterstreichen den hofartigen Charakter. Im Hochsommer bietet er einen alternativen Aussenraum im kühlen Schatten der Bäume. Der Gastrobereich im Erdgeschoss bietet eine hohe Nutzungsflexibilität. Während unter der Woche das kleine Café eine gute Auslastung generiert, steht für stark frequentierte Wochenende und spezielle Anlässe (Familienfeste, Vereine, Seminare, Events) ein zusätzlicher Saal zur Verfügung. Separate Eingänge erlauben eine zeitlich und betrieblich unabhängige Nutzung von Café / Shop und Saal. Die Gasträume öffnen sich gegen Süden zu einer grosszügigen, teils gedeckten Terrasse. Der topografische Höhenunterschied zur Seepromenade wird geschickt durch eine begrünte Terrassierung überwunden. Diese ist vielfältig nutzbar als erweiterter Cafébereich, als Sitz- und Spielelement, als Tribüne bei Veranstaltungen wie dem KleinKunst-Städtlifest oder sie bildet die Bühne von romantischen Hochzeiten am See. Ferner bietet die Terrassierung einen parkseitigen Zugang zu Café und Shop.Die vielfältigen Angebote für Jung und Alt laden zum Verweilen im neuen Stadtpärkli ein. So sind auf Ebene Seepromenade ein kleiner Kiosk für den Sommerbetrieb, ein grosszügiger Spielbereich mit Themenschwerpunkt “Fischen” sowie eine Bühne / Sitzelement aus Holz vorgesehen. Die Elemente werden durch ein feinmaschiges Wegenetz verbunden. Die vegetativen Elemente sind zurückhaltend platziert. So strukturieren einzelne einheimische Gehölzgruppen den Aussenraum. Zusätzliche Solitärbäume fügen sich wie selbstverständlich in die bestehende Konzeption ein.