Krematorium, Thun

Bauherr

Gemeinde Thun

 

Architekten

Markus Bachmann Architekt FH

St. Gallen

 

Projektdaten

Projektwettbewerb 2015

 


Umgebungsgestaltung Krematorium IRDEN Thun

Die solitär gesetzten Neubauten von Krematorium und Werkhof fügen sich harmonisch und dezent in das Gesamtbild des Friedhofs ein. Die Bebauungsstruktur erfolgt felderartig analog dem Bestand, eine dritte Erweiterungsetappe mit Grabfelder und Urnenwand reiht sich selbstverständlich ins Gesamtgefüge ein. Durch die mauerartige Ausbildung der baulichen Elemente und den Grünflächen mit Gehölzen entsteht eine klare räumliche Trennung zum bebauten Gebiet. Die weite Blumenwiese betont die felderartige Bebauungsstruktur, umfliesst sanft die Neubauten und bildet einen wohltuenden offenen Raum innerhalb des Friedhofs.

 

Ein durchgehendes behindertengerechtes Fusswegnetz erschliesst die neuen feldartig angelegten Strukturen und gewährleistet Anschlüsse zu den angrenzenden Quartieren. Zur Strättligenstrasse mit einem neuen Velo-Fussweg, zum Langgässli und zur C.F.L. Lohnerstrasse mit einem Fussweg. Der Zugang zum Krematorium wird für die Angehörigen separat über einen Arkadengang geführt.

Das Konzept der felderartigen Geometrie lässt im östlichen Perimeterbereich eine Erweiterung mit Grabfeldern und Wegführung im Stil des bestehenden Friedhofs zu. Das Thema der ‚Mauer’ wird hier mit einer Urnenwand gegen das Wohnquartier aufgenommen.

 

Die weite Blumenwiese betont die felderartige Bebauungsstruktur, umfliesst sanft die Neubauten und bildet einen wohltuenden offenen Raum innerhalb des Friedhofs. Vom bestehenden Friedhofsgelände aus sind die neuen Gebäude nur als raumbegrenzende gestaffelt angeordnete Mauern lesbar.

Ein Saum aus einheimischen Solitärbäumen und mehrstämmigen Blütengehölzen bildet den optischen Filter zur Einfamilienhausstruktur und zum Gewerbeareal und dient als Sichtschutz zwischen Parkierbereich und Anlieferung Krematorium.

 

Ein separat geführter Fussgängerweg führt zum Vorbereich des Krematoriums wo ein gedeckter Arkadengang die Besucher sanft abholt und in den Hauptraum führt. Durch die Eingangstür betritt man eine lichtdurchflutete grosszügige Halle.

Die Angehörigen finden in der Eingangshalle mit Innenhof  einen Ort um sich zurückzuziehen, Abschied zu nehmen, zu trauern. Der verglaste Innenhof mit Blick zum Himmel und einer ruhigen, kontemplativen Gestaltung lässt Raum für Gedanken und Trauer.

Begehbare Kiesflächen, sanft modellierte Grünflächen mit mehrstämmigen Solitärgehölzen und ein ruhiges den Himmel spiegelndes Wasserbecken prägen das Bild.

Um den Hof angeordnete Sitzelemente bilden die Möblierung in der Halle.