Areal BRUAG Güttingen

Architektur

Carlos Martinez Architekten Berneck / Rorschach

 

Studienauftrag

2020, 1. Rang


 

Die Neubauten auf dem ehemaligen Areal der Firma BRUAG in Güttingen liegen in der Spange zwischen Bahnhof- und Wiesenstrasse. Nach Osten und Süden sind die beiden Bachläufe der Geuse und dem Otmarbach raumbegrenzend, gegen Südwesten die Unterdorfstrasse. Dank der Setzung der markanten und kompakten Punktbauten innerhalb einer gewachsenen Dorfstruktur bleibt ein grosser Teil des Perimeters für attraktive und grosszügige Grünräume frei.

Die Konzeptidee für den Freiraum leitet sich aus dem linearen Otmarbach und der Bahnhofstrasse ab, die eine prägende Richtung vorgeben und das Areal strukturieren. Die entstehenden Räume erhalten eine Nutzung und Gliederung in private, halböffentliche und öffentliche Bereiche. Private Gartenräume spannen sich unter anderem zum Naturraum des offengelegten Otmarbachs auf. Innerhalb der Überbauung weitet sich der Aussenraum zum attraktiven Gartenhof und gibt Blick- und Raumbezüge frei. Ein Weg mit platzartigen Bereichen und sekundären Wegen, ausgestaltet mit einfachen Schrittplatten, verbindet die Mitte der Siedlung. Halböffentliche Spielinseln und Gärten sind durch subtile Pflanzungen räumlich voneinander gelöst. Zur Geuse wird der naturnahe Raum erweitert und das bestehende und neue Quartier mit einem Fussgängerweg und lauschigen Nischen vernetzt. Hochstammbäume entlang des offen gelegten Otmarbachs und der östlich verlaufenden Geuse setzen zusammen mit artenreichen Krautsäumen und Blumenwiesen Akzente. Im Gartenhof bilden Blumenwiesen und Rasenflächen eine harmonische Ergänzung zur angrenzenden Umgebung und strukturieren die Übergänge von intensiv zu extensiv genutzten Aussenflächen. Eine angenehme Beschattung geben mehrstämmige Gehölze und Laubbäume, welche die bestehende Vegetation auf dem Perimeter von den angrenzenden Bächen her ergänzen.

Die zugänglichen und attraktiven Flachdächer lassen viel Spielraum für gemeinschaftlich genutzte Dachgärten.